"Vielfalt bewahren heißt Gemeinsamkeit stärken."

Die kontemplativen Frauenklöster im Bistum Münster pflegen den intensiven Kontakt miteinander, sei es in regelmäßigen Treffen der Leitungspersonen oder in gemeinsamen Noviziatsschulungen. Eine grundlegende Erfahrung dabei ist: die Auseinandersetzung mit dem Fremden lässt das Eigene deutlicher erkennen.


„Vielfalt bewahren heißt Gemeinsamkeit stärken.“ – dieser Leitgedanke prägt weiterhin das Leben und Wirken der kontemplativen Frauenklöster. In einer Zeit, die von Wandel und neuen Herausforderungen geprägt ist, gewinnt der bewusste Austausch zwischen den Gemeinschaften zunehmend an Bedeutung. Durch regelmäßige Begegnungen, gemeinsame Reflexionen und das Teilen spiritueller Erfahrungen entsteht ein Raum, in dem Vertrauen wachsen und gegenseitige Unterstützung gelebt werden kann.


Die Vielfalt der klösterlichen Traditionen erweist sich dabei nicht als trennend, sondern als bereichernd. Unterschiedliche geistliche Schwerpunkte, Lebensformen und Ausdrucksweisen eröffnen neue Perspektiven und fördern ein tieferes Verständnis der eigenen Berufung. Indem die Schwestern voneinander lernen, wird das Bewusstsein für die eigene Identität geschärft und zugleich die Offenheit für das Gemeinsame gestärkt.


Gerade in der gemeinsamen Ausbildung und Begleitung von Novizinnen zeigt sich die Kraft dieser Verbundenheit. Junge Frauen, die ihren Weg im klösterlichen Leben suchen, profitieren von der Erfahrung und Weisheit verschiedener Gemeinschaften. So entsteht ein lebendiges Netzwerk, das Tradition bewahrt und zugleich Zukunft gestaltet – getragen von dem gemeinsamen Wunsch, Glauben authentisch zu leben und weiterzugeben.

Impuls im Dezember

Als alles begann, lange her, über 30 Jahre
In ihrem Testament schreibt die heilige Klara von Assisi:
„Um der Liebe jenes Gottes willen,
der arm in die Krippe gelegt wurde,
arm in dieser Welt lebte
und nackt am Marterholz verblieb …‘“

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Kontemplation

Kontemplation heißt "schauen, beschauen" – nicht nur mit meinen Augen, sondern allen meinen Sinnen.

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Hinter Mauern!

Die Klarissen Schwester Bernadette Bargel und Schwester Magdalene Bauer berichten über ihr Leben in Klausur.